DAS Klimaschutzkonzept

der Genossenschaft Venner Energie eG
 
Wärmetauscher der Venner Energie eG in der WaffelfabrikWärmetauscher

Die Abwärme, die beim Backen entsteht, wird mit Rohren nach oben abgeleitet. An dieser Stelle werden Wärmetauscher eingesetzt. In diesen Wärmetauschern wird Wasser durch die Abwärme erhitzt und durch Rohrleitungen zur Heizzentrale geleitet.

Wasser ist generell das Medium, mit dem die Wärme im Nahwärmenetz transportiert wird. Dazu wurde von der Heizzentrale am Darpvenner Weg ausgehend ein Rohrleitungsnetz unterirdisch verlegt, an das alle teilnehmenden Haushalte angeschlossen sind.

Das Leitungsnetz ist als Kreislauf aufgebaut. Warmes Wasser wird über den Zulauf zu den Haushalten transportiert, dort werden Übergabestationen mit Wärmetauschern eingesetzt. Diese Stationen ersetzen die Brenner oder Thermen herkömmlicher Heizungsanlagen um zu heizen und Warmwasser zu erzeugen. Dabei erkaltet das Wasser im Wärmetauscher und fließt über den Rücklauf wieder zur Heizzentrale zurück.

Heizhaus der Venner Energie eGHeizhaus

In der Heizzentrale kann das Wasser für den Zulauf auf verschiedene Weise erhitzt werden. Hauptsächlich soll dies natürlich durch die ausgekoppelte Abwärme der Backstraßen erfolgen. Wenn die einmal nicht zur Verfügung steht, wird zunächst die Wärme genutzt, die in dem 1000m³ Pufferspeicher gespeichert ist. Erst wenn das auch nicht mehr ausreicht werden die  gasbetriebenen Spitzenlastkessel eingesetzt um die Wärme zu erzeugen.

Das komplette Nahwärmenetz ist zentral geregelt um die Wärme möglichst optimal zu erzeugen und zu verteilen.

Daten und Zahlen:

Anzahl der angeschlossenen Haushalte 174 Gebäude

144 Genossenschaftsmitglieder

Länge des Rohrleitungsnetzes ca. 10,5 km

ausgekoppelte Wärmemenge ca. 6,5 Mio. kW/h

Investitionssumme 4,5 Mio. €

Auszeichnungen-Außenwirkungen

Klima kommunal 2014

Ausgezeichnet als Leuchtturmprojekt mit einem Preisgeld von 3.000 €.

Der Wettbewerb "Klima kommunal 2014" wurde vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und den niedersächsischen kommunalen Spitzenverbänden getragen und von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen durchgeführt.

Von 44 Teilnehmerbeiträgen wurden 11 Projekte in 3 Kategorien ausgezeichnet.

Außenwirkungen

  • Das Projekt ist im Januar 2015 im Rahmen des Wettbewerbs „Niedersächsischer kommunaler Klimaschutzwettbewerb“ als „Leuchtturm-Projekt“ vom Umweltminister ausgezeichnet worden.
  • Im Februar 2015 hat der Landkreis Osnabrück in Venne eine Veranstaltung für Industrie und Kommunen durchgeführt, in dem die CO2-Reduzierung im Mittelpunkt stand. Unser Projekt wurde dort präsentiert und dient als Beispiel für PInA (Planungsportal für die Nutzung industrieller Abwärme).
  • Vorstellung des Projekts im März 2015 beim „Klima-Gipfel der Masterplan-Regionen“ in Rheine sowie 2016 in Georgsmarienhütte
  • „Abwärmenutzung in Kooperation von Unternehmen und Kommune“ in Schladen
  • Vorstellung bei der 2. Fachtagung BMUB „Klimaschutz“ in Berlin
  • Vorstellung beim Fachkongress „Energiewende lokal gestalten“ am 15.03.2017, Hannover
  • Vorstellung bei der Fachtagung „Bürgerenergie eine Chance für die Zukunft am 10.05.2017, Hannover
  • Exkursion zur Auftaktveranstaltung EU-Projekt COBEN im Landkreis Osnabrück (Gäste aus Belgien, Niederlande, Dänemark, Schottland und Norwegen)
  • Vorstellung am 19.08.2020 in Hennigsdorf beim Workshop „Abwärme – ein unerschlossenes Potenzial der Wärmewende?“ - Brandenburger Kontaktstelle für den energetischen Umbau im Quartier, im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg
  • Vorstellung am 13.07.2021 bei der Deutsche Umwelthilfe e.V. in Berlin (digital) mit dem Thema "Abwärme als klimaneutrale Alternative"
  • Besuche von politischen Vertretungen aus den Nachbargemeinden
  • Besuche von Europaparlaments-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten